Füssener Heimatzeitung Nr. 161

39 Füssener Heimatzeitung Nr. 161 vom August 2018 / II Fortsetzung auf Seite 40 und holten dort ihre Ausrüstun- gen ab, um in die Schlacht zu ziehen. Für einen fantasievollen Jugendlichen wie Ludwig II. war es gewiss ein Ort der Träume und Inspiration. Die königliche Familie soll auch große Feste in Vils ab- gehalten haben, Überlieferungen nach genau zwischen den großen Bäumen auf der Wiese, ganz in der Nähe der Hammerschmiede. Bei diesen prunkvollen Festen wurden auch hin und wieder Teile der Bevölkerung eingeladen und konnten mit den hohen Herren und Damen eine bereichernde gemeinsame Zeit verbringen. Die- se Nähe zum Volk hat den Wit- telsbachern in Tirol zu großer Be- liebtheit verholfen. Es wird auch erzählt, dass Ludwig II. direkt vor der Hammerschmiede in Vils das erste Mal in seinem Leben Holz gehackt hat. Hätte der Be- sitzer damals gewusst, dass die- ses Holz heute ein kleines Ver- mögen wert wäre, hätte er es da- mals wohl nicht einfach im Kamin verbrennen lassen. Viele hochstehende Gäste kamen nach Vils Nicht nur KöniginMarie und König Ludwig II. waren von der Land- schaft und dem Weiler St. Anna begeistert. Ein Auszug der Be- sucherliste im Gästebuch zeigt, wie viele bedeutende Persön- lichkeiten der damaligen Zeit die Hammerschmiede besucht ha- ben: König Max II., die Prinzen Karl von Hessen-Darmstadt mit Sohn Wilhelm, die bayerischen Prinzen Adalbert, Arnulf und Leo- pold, die Prinzessinnen Elisabeth von Hessen-Darmstadt, Therese von Bayern und eine Spanierin, deren Gemahl Prinz Adalbert war. DesWeiteren die Erzherzoginnen

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