Füssener Heimatzeitung Nr. 161

Das letzte weibliche Wesen, das er achtungsvoll verehrte 1881 entwickelte sich ein eigen- artiger Kontakt zwischen König Ludwig II. und einer Frau aus Hamburg. Die beiden begegneten sich nie persönlich. Einmal jähr- lich im Frühjahr sandte diese Dame dem König ein Bouquet mit weißen Lilien. Davon berichtet Otto Gerold in seinen „Erinne- rungen eines Augenzeugen“. Die Informationen dazu bekam er von Ludwigs Kabinettssekretär Ziegler, den er kannte und von einigen Lakaien. Diese Person „war das letzte weibliche Wesen, für das der König Interesse und 108 Füssener Heimatzeitung Nr. 161 vom August 2018 / II  Wenn König Ludwig II. in Linderhof weilte, ließ er sich die Liliensträuße, die in Hohenschwangau zugestellt wurden, von Dienern nach Linderhof bringen. Fortsetzung v0n Seite 106 eine Art achtungsvoller Verehrung hegte. Die Umgebung des Königs wußte, daß die Beachtung für jene Dame dadurch hervorgerufen wurde, daß er an ihr eine Ähn- lichkeit mit Marie Antoinette ent- deckt hatte.“

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