Füssener Heimatzeitung Nr. 160

194 Füssener Heimatzeitung Nr. 160 vom August 2018 / I und bezahlbare Energie für Bay- ern.“ Noch sind die Klimaschutz- ziele in weiter Ferne, doch um sie auch nur annähernd zu errei- chen, muss etwas getan werden! Dass dies eine große Aufgabe ist, ist klar. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es wegen dem Öl, welches EU-weit exportiert wurde, eine exponentielle Steigerung. Buchberger schilderte anhand mehrerer Grafiken anschaulich die aktuelle Situation: Der Pro- Kopf-Verbrauch in Deutschland steht auf Platz 28 im internatio- nalen Vergleich. Und das ist noch viel zu hoch. Für jeden Deutschen Bürger müssten 151 Personen bald aus, so dass sie langsam den „Hahn abdrehen“ werden. Durch das Erdbeben in den Nie- derlanden (ein weiterer Gas-Lie- ferant für Bayern) wollen auch sie künftig langsamer machen, denn die Erdbeben hängen mit der Gas-Förderung zusammen und bereiten ihnen Sorgen. Au- ßerdem will Russland künftig auch nach China Gas exportieren und somit sind wir auch dort nicht mehr an erster Stelle. Es wird eine große Stromlücke ent- stehen! Energiekonzept ist Theorie Das bayerische Energiekonzept „Energie innovativ“ war sehr wert- voll, so Buchberger, aber leider blieb es bei dem Blatt Papier. Praktisch steigt der Energiever- brauch, trotz der Theorie des Spa- rens, und der Zuwachs der Er- neuerbaren hat sich verlangsamt. Doch was kann man tun? Natür- lich wäre mit Abstand die beste Lösung, jeder Bürger spart 50% Strom ein. Dies wäre mit Sicher- heit die unproblematischste und einfachste Lösung, doch zugleich nicht umsetzbar, da die Men- schen noch zu wenig Bewusstsein haben und nicht bei sich per- sönlich anfangen wollen. Jeder soll doch einmal sich selbst an- schauen, wie es da aussieht. Eine entscheidende Verbesserung wäre die Abschaffung der H-10- Regelung. Dabei geht es um die genormten Genehmigungsver- fahren, welche es braucht, um ein Windrad bauen zu können. Durch diese Vorschriften sei der Ausbau vonWindrädern praktisch blockiert worden. Dächer für So- laranlagen sind kaum noch zu finden, auch das muss gefördert werden. Des Weiteren sollten die jeweiligen Städte ein Vorbild für Fortsetzung von Seite 192  Schwäbischer ÖDP-Spitzenkandidat für die Landtagswahl: Prof. Dr. Ing. Dieter Buchberger den ganzen Tag über Fahrrad fah- ren, umdie Energie aufzubringen, die er verbraucht. Die Spitze die- ses Vergleichs bildet Katar, mit „739 Menschen, die Pro-Kopf tre- ten müssten.“ Am geringsten ist der Verbrauch pro Kopf in Niger mit „6 Menschen pro Kopf.“ Wo kommt die Energie für Bayern her? Die Energie in Bayern ist aufgeteilt in etwa 40%Mineralöl, 20%Gas, 20% Kernenergie und etwa 20% erneuerbare Energien. Mit der Kernenergie soll 2020/22 Schluss sein und in Norwegen und Eng- land (zwei unserer derzeitigen Gas-Lieferanten) geht das Gas

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