Füssener Heimatzeitung Nr. 159

99 Füssener Heimatzeitung Nr. 159 vom Juli 2018 Geschichte Im Jahre 1218 n. Chr. tritt der Ort Musau erstmals in Erscheinung unter dem Namen „Muosowe“, was so viel wie sumpfiges Land bedeutet. Es gehörte zumGericht Vils und das Kloster St. Mang in Füssen war über Jahrhunderte hinweg ein bedeutender Grund- besitzer in Musau. Daher sieht man auch auf dem Wappen von Musau den Drachen mit dem Magnusstab. Heute ist Musau eine sogenannte Streusiedlung, die acht Ortsteile Brandtstatt, Roßschläg, Saba, Leite, Platte, Hofstatt, Riedle und Höllmühle  Die Bärenfalle ist auch ein beliebtes Ausflugsziel für die Musauer  Musau hat kein separates Rathaus, dafür sind hier mehrere Generationen unter einem Dach, Gemeindeamt, Grundschule und Kindergarten von Musau bilden die schöne Gemeinde Mu- sau mit ihren knapp 400 Einwoh- nern. Bis nach dem Zweiten Welt- krieg war vor allem die Viehzucht Haupterwerb der Dorfbewohner. Damit aber der nötige Lebens- unterhalt erwirtschaftet werden konnte, wurden auch aus dem Dorf Musau über den Sommer Männer und Kinder, auch Schwa- benkinder genannt, ins Ausland geschickt, um ein paar Kreuzer dazuzuverdienen. Paradies für Naturliebhaber Schon Königin Marie von Bayern fand ihren Gefallen an der schö- nen Ortschaft Musau, sie grün- dete den Alpenrosenorden, wel- cher die Voraussetzung hatte, mit ihr gemeinsam die Achsel von Musau aus zu besteigen. Die Musauer-Alm und die Otto-Mayr- Hütte sindmit ihren guten Küchen beliebte Ausflugsziele in Musau. Das, was Musau so sympathisch macht, ist die Mischung aus Tra- dition undWeltoffenheit, aus Na- tur und sorgsam kultivierten land- wirtschaftlichen Flächen, der freie Himmel und die großartige Ku- lisse der Berge. Ein interessanter Ort für Groß und Klein! ■

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