Füssener Heimatzeitung Nr. 159
21 Füssener Heimatzeitung Nr. 159 vom Juli 2018 dem bleibt der Geist auf wun- dersame Weise erhalten. Hier geht es nicht darum, ein Rad zu konstruieren, das einen auf den Gipfel des Säulings trägt, sondern vielmehr einem einen Begleiter mit auf den Weg zu geben, der jeden Tag in Gebrauch ist. „Up- cycling” nennt Florian seine Idee und man weiß gar nicht genau, welcher Anteil größer in ihm ist, der Tüftler und Schrauber oder der Künstler. Er stimmt jedes Rad genau auf die Bedürfnisse seiner Kunden ab und verkauft keines, ohne vorher mit ihm persönlichen Kontakt gehabt zu haben. Das ist für Florian Hipp eine Selbst- verständlichkeit. Aus alt mach geil Individuelle Sonder-Anfragen sind ausdrücklich erwünscht. Jedes seiner STARRGANG-Räder ist ein kleines Kunstwerk. Sein Motto lautet „Aus alt mach geil”. Man spürt, dass er seine Philosophie lebt und liebt. So kommt er selber wie eine gute Mischung aus tra- ditionellem Alpenbewohner und hippem Jungunternehmer rüber. Selbstverständlich ist er in Füssen nur mit einem seiner eigenen Rä- der unterwegs. So kann jedem Rad, das „kaputt” ist, aber einen ideellen Wert besitzt, neues Le- ben eingehaucht werden. Mit sei- ner Idee setzt er auch ganz klar ein Zeichen gegen die Wegwerf- gesellschaft, da bei ihm so viel wie möglich wiederverwendet wird. Man spürt bei allem sein Herzblut und vielleicht ist das auch das Geheimnis hinter diesen wunderschönen Rädern. Immer- hin steckt er durchschnittlich vier- zig Arbeitsstunden in jedes seiner Projekte. Ich freue mich auf jeden Fall auf viele seiner Räder in und um Füssen. ■ Präzision bis ins Detail - Florian Hipp bearbeitet einen Fahrradrahmen
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