Füssener Heimatzeitung Nr. 159
165 Füssener Heimatzeitung Nr. 159 vom Juli 2018 Kein Gefühl für die eigene Zerstörung Es ist nur noch wichtig zu besit- zen. Es gilt, wie viel Geld auf un- serem Konto ist, wie neu das Handy ist, welches wir verwen- den, wie teuer das Auto ist, wel- ches wir fahren oder wie modern die Kleidung ist, die wir tragen. Dadurch, dass wir so viel haben und uns überall gezeigt wird, dass wir noch mehr haben kön- nen, fehlt uns der Bezug zum Wesentlichen. Im Grunde laufen wir vollkommen entfremdet durch die Welt. Ohne Bezug zu den Pflanzen, Tieren und Bäumen, ohne Dankbarkeit der Natur ge- genüber und ohne jegliches Ge- fühl dafür, dass wir uns selbst täglich zerstören. Bestürzt über die Fällung eines gesunden Baumes Glücklicherweise gibt es doch noch Menschen, die sich dafür einsetzen, unsere Natur zu er- halten. Die geprüfte Natur- und Landschaftsführerin und Spre- cherin der „Baumfreunde Füs- sen“, Angelina Flierl, hat ein Auge für die Bäume in unserer Umge- bung und schützt sie, wo sie nur kann. So schrieb sie im April 2018 an die Gemeinderäte in Pinswang einen Nachruf für einen Baum in Form eines Briefes. Sie und einige andere Menschen, waren sehr bestürzt über die Fäl- lung einer 250-jährigen Esche in Pinswang, nahe dem Gasthof Schluxen. Denn ihrer Meinung nach war die Esche vollkommen gesund und Gefahren, wie zum Beispiel brüchige Äste, hätte man auch anders begegnen können. Das Mitglied der Ortsgruppe Greenpeace und des Bund Na- turschutz schrieb Folgendes: So sieht eine gesunde Esche aus Fortsetzung auf Seite 166
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