Füssener Heimatzeitung Nr. 159

16 Füssener Heimatzeitung Nr. 159 vom Juli 2018 serer heimischen Esche stark be- droht. Wo der Mensch, jedenfalls im Moment, dem Phänomen Eschentriebsterben noch ratlos gegenübersteht, scheint die Esche aber selbst Gegenmaß- nahmen zu entwickeln. So gibt es in Eschenbeständen immer wieder einzelne Bäume, die bis- lang noch komplett resistent ge- genüber dem Erreger sind. Auf noch nicht geklärte Weise schei- nen einzelne Bäume auch Ab- wehrmechanismen gegen den Erreger zu entwickeln. Forscher- gruppen versuchen, von den re- sistenten Bäumen Samen zu ge- winnen, um so mittelfristig re- sistente Bestände aufbauen zu können. Das österreichische Bun- desforschungszentrum für Wald (BWF) hat in diesem Zusammen- hang dazu aufgerufen, dass jeder Bürger gesunde alte Eschen dem BWF meldet und so dazu beiträgt, dass breitgefächert neue Eschen- generationen gezüchtet werden können. So besteht noch Hoff- nung, dass die Esche ihre aktuelle Krise meistern kann und auch für zukünftige Generationen als wertvoller Baum erhalten bleibt! ■ Fortsetzung von Seite 15  Buschige, sogenannte schlafende Triebe am Baum. Die Esche versucht damit das schnelle Absterben der eigentlichen Triebe zu kompensieren.  Ein noch gesunder Baum in der Theresienstraße in Füssen

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