Füssener Heimatzeitung Nr. 159
105 Füssener Heimatzeitung Nr. 159 vom Juli 2018 zu Hause. Sie trug den Namen: „Siegreiche Kraft der Erde“. Geschenk mit Versprechen Im Jahre 1183 schenkte Bischof Kon- rad von Augsburg dem Kloster Sankt Mang den Schlossberg und den Baumgarten, der damals noch Gais- berg hieß. Das Geschenk war aller- dings nicht bedingungslos: Das Klos- ter musste sich verpflichten, niemals ein weltliches Bauwerk auf diesen Hügeln zu errichten. Außerdem mussten die Mönche versprechen, den Berg nur in kirchlicher Obhut zu lassen und nie an eine weltliche Macht zu verkaufen. Altwig und seine Bedeutung Doch Gaisberg war nicht der einzige Name für den Baumgarten und den Schlossberg. Auch der Name „Alt- wig“ oder „Altwik“ war gebräuchlich. Historiker haben unterschiedliche Theorien woher der Name stammen könnte. Zum einen bedeutet „alt- wiggi“ auf Althochdeutsch Fußweg oder Bergweg. Da stellt sich natürlich die Frage, warum so ein Berg den Namen Fußweg oder Bergweg be- kommt? Und warum überhaupt ein Name, wenn es nur ein unbedeu- tender Berg ist? Vielleicht bekam dieser „Fußweg“ gerade durch den möglichen Verlauf der Via Claudia seine Bedeutung? Die zweite Wort- herkunft stammt von dem lateini- schen Wort „vicus“, welches frei übersetzt „Altstadt“ bedeutet. Es wäre eine Anknüpfung an die frühere römische Siedlung hoch über der Stadt. Was uns jetzt geblieben ist von den alten Namen und Ursprün- gen, ist der Kobel. Er trägt von Beginn an den gleichen Namen, er steht da wie ein Massiv, unüberwindbar und auf eine Weise unzerstörbar! ■ Fortsetzung von Seite 101
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