Füssener Heimatzeitung Nr. 159

101 Füssener Heimatzeitung Nr. 159 vom Juli 2018 Verbunden mit dem Kobel Hermann Hesse liebt Bäume und sie sind für ihn der Inbegriff von Tiefe und Weisheit. So haben auch die Bäume von unserem Baumgarten im Herzen von Füs- sen schon viel gesehen. Ihre Kro- nen warfen schon Schatten auf so manches Liebespaar und spendeten traurigen Seelen Trost und Geborgenheit. Doch auch diese Bäume waren nicht immer dort. Früher waren der Baumgar- ten und der heutige Schlossberg noch nicht durch eine Schlucht getrennt. Sie waren noch ver- bunden und dadurch zog sich der Kobel als ein zusammenhän- gendes Massiv bis zum jetzigen Schlossberg vor. Der Name Kobel war für die Kelten der Name eines Berges, der eine hohe spirituelle Bedeutung hatte. Daraus können wir schließen, dass der Kobel für die Kelten von großer Bedeutung war. So vertreten einige die Theo- rie, dass sich mit höchster Wahr- scheinlichkeit am Baumgarten eine Druidenschule der Kelten befunden hat. Der Name Kobel leitet sich von dem keltischen Wort „Cupi“ ab, was so viel wie Grube, Höhle oder Hohlraum be- deutet. In dieser heiligen „Höhle“ war die Muttergöttin Cob-Nertos Fortsetzung auf Seite 105

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