Füssener Heimatzeitung Nr. 158
97 Füssener Heimatzeitung Nr. 158 vom Juni 2018 Weg nach Füssen Es war der 29. Januar 1802 in An- ried, Augsburg. An diesem Tag ist Johann Baptist Graf als achtes von zehn Kindern geboren. Seine Eltern waren Johann Graf und Ma- ria Anna Graf, geborene Krausin. Sein Vater betrieb ein Wirtshaus, in welchem seine Mutter mithalf. Pfarrer Graf besuchte das Gym- nasium in Dillingen und studierte dort Theologie. Am 6. Juni 1872 wurde Graf zum Priester geweiht. Daraufhin bekam er zunächst eine Stelle als Pfarrvikar (ein Priester, der einem Pfarrer bei der Seelsorge in einer Pfarrei hilft) in Waal. Nachdem er dort zwei Jahre tätig war, war er Aushilfs- priester in der Stadtpfarrei St. Georg in Augsburg. 1832 wurde er zum ersten Stadtkaplan der Dompfarrei St. Maria in Augsburg ernannt. Nicht ein Jahr später und er ging aufgrund eines Be- setzungsrechts über die Pfarrei durch Freiherr von Ponickau nach Füssen. Im Laufe seiner Tätigkei- ten in Füssen wurde er zumDekan und Distrikts-Schulinspektor er- nannt. Der Bau des Kalvarienbergs Im Jahr 1833 bestieg Pfarrer Graf an einem schönen Frühlingstag erstmals den Hutlerberg, wie der Klavarienberg vor den Arbeiten Pfarrer Grafs ausschließlich hieß. Er war schon bei diesem ersten Besuch von der Lage des Ortes und der Aussicht überwältigt und nahm sich vor, eine Verehrungs- stätte zum Leiden Christi zu er- richten. 1836 wurde von einigen Schulknaben erstmals ein kleines einfaches Kreuz aufgestellt. Graf ließ sich davon inspirieren und zimmerte 1837 aus rohen Tan- nenstämmen ein großes Kreuz. Die Gedenksäule zu Ehren von Pfarrer Graf Fortsetzung auf Seite 98
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