Füssener Heimatzeitung Nr. 158
87 Füssener Heimatzeitung Nr. 158 vom Juni 2018 Bienen sind unerlässlich bei der Bestäubung und Verbreitung der meisten Nahrungs- und Lebensmittelpflanzen mieren Pestizide, welche täglich in tausenden von Gärten gespritzt werden, auch Honigbienen, Wild- bienen, Schmetterlinge, Fleder- mäuse und Vögel. Denn diese Tiere sind auf Wildkräuter und Insekten als Lebensraum und Nahrungsquelle angewiesen. Zu- dem vernichten bestimmte Pes- tizide Bienen auch direkt. Von den 560 Wildbienen-Arten in Deutschland stehen bereits über die Hälfte auf der Roten Liste der vomAussterben bedrohten Arten. Und wenn etwas Tiere imdirekten Umfeld des Menschen so stark bedroht und gefährdet, ist auch anzunehmen, dass dies auch den Menschen selbst schädigt. So gibt es den Verdacht, dass Pes- tizide beim Menschen Krebs er- regen, seine Fortpflanzung be- einträchtigen oder gar den Körper hormonell verändern. Insbeson- dere für anfällige Menschen wie Kinder oder Schwangere sind die Giftstoffe eine Gefahr. Wir sind nicht allein 210 Gemeinden in ganz Deutsch- land, von bekannten Städten wie Berlin, Bremen oder München, bis hin zu Ortschaften in der Um- gebung wie beispielsweise Lands- berg am Lech, Weilheim oder Leutkirch im Allgäu und vielen anderen, stimmten dem Anliegen des BUND zu. Saarbrücken bei- spielsweise kommt seit über zwanzig Jahren ohne Pestizide aus. Statt der Verwendung von hochgiftigen Stoffen werden hier mechanische Verfahren wie Mä- hen, Handarbeit oder spezielle Wildkrautbürstenmaschinen ein- gesetzt. Zu diesen Verfahren gibt es weitreichende Informationen im Internet oder auf der Webseite des Bundes www.bund.net. Fortsetzung auf Seite 88
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