Füssener Heimatzeitung Nr. 158

69 Füssener Heimatzeitung Nr. 158 vom Juni 2018 Die Spitalgasse, normalerweise ein Sinnbild für die Füssener Idylle, die Ruhe und den Frieden, ist nicht mehr das, was sie früher einmal war. Immer häufiger werden die Anwohner durch laute Motoren und donnernde Reifen, die über die Backsteinpflaster jagen, aufgeschreckt und aus dem Schlaf gerissen. In der gesamten Spitalgasse gilt Schritttempo, daran halten tut sich jedoch fast niemand. Hinzu kommt, dass die Straße nur für Anlieger frei befahrbar ist. Fakt ist jedoch, dass jeden Tag deutlich mehr Autos durch die Spitalgasse fah- ren, als Anwohner dort überhaupt ge- meldet sind. Einem Füssener Bürger ist diese Situation schon lange ein Dorn im Auge, jetzt wird endlich etwas unternommen. Ein digitales Messgerät Jürgen Brecht, selbst ein Füssener Bürger, der nah an der Spitalgasse - nämlich in der Floßergasse - lebt, setzt sich dafür ein, dass ein Geschwindig- keitsmessgerät installiert wird, welches sowohl die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Fahrzeuge aufzeichnet und anzeigt, als auch die Anzahl und die Uhrzeit speichert, in der die Fahrzeuge das Gerät passieren. Geplant ist ein Bildschirm, bei dem eingestellt wird, wie weit vorweg gemessen wird, dann wird diese Geschwindigkeit in großer Schrift deutlich sichtbar angezeigt. Beim Näher- kommen erscheint außerdem ein roter oder grüner Mundwinkel, der anzeigt, ob man das richtige Tempo hat oder zu schnell ist. Die Kosten für ein solches Gerät belaufen sich auf etwa 2.400 Euro, welche Jürgen Brecht großzügigerweise komplett übernimmt. Brecht kann sich vorstellen, dass das Gerät bereits im Mai oder Juni 2018 installiert und in Betrieb genommen wird. Kleines Gerät, großer Effekt So ein Messgerät hat schon in vielen Situationen gezeigt, wie hilfreich und effektiv es sein kann. Fahrzeuge fahren imDurchschnitt langsamer, wenn ein solches Gerät entdeckt wird. Manch einer ver- mutet sogar einen versteckten Blitzer dahinter. Durch die Erfassungen der realen Fahrgeschwin- digkeiten und Uhrzeiten können echte Blitzgeräte dann aufgestellt werden, wenn "Stoßzeiten" sind, also wenn viele zu schnell fahren. Eine effizientere Blitzernutzung also. Außerdem wird durch die Auf- Fortsetzung auf Seite 70

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