Füssener Heimatzeitung Nr. 158
51 Füssener Heimatzeitung Nr. 158 vom Juni 2018 (200 Jahre vor der Gründung des Monte Cassino durch den heiligen Benedikt) erzwingt der Imperator Constantinos die Einigung auf ein Christentum. Die Machtbasis dafür war die Hoffnung, der Lohn im Jenseits. Das Christentum bringt die Verheißung auf das ewige Leben: „Der Herr wartet und mit ihm ein Leben in Freude und Fülle.“ So werden die zerris- senen Kulte im Konzil von Nicäa zusammengezogen. Auch die Angst vor der Hölle ließ zum gro- ßen Teil die alten Götter aufge- ben. Ora et labora Dr. Randel führte dann weiter zur Gnosis, dem Glauben von einem vollkommenen, allumfassenden Gott, und dem Manichäismus, Veranstaltung : Benedikts Regeln im Lichte der antiken Philosophie Datum : Dienstag, 8. Mai 2018 Uhrzeit : von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr Ort : Füssen Haus : Kloster St. Mang, Colloquium Leitung und Ansprechpartner : Dr. Otto Randel (Referent), Dr. Anton Englert (Museumsleiter) Info-Kasten Das Kloster St. Mang ist ein Benediktiner-Kloster der Lehre von Licht und Finsternis. Der Ursprung des Mönchtums beginnt mit der Evolution des Menschen und der Entwicklung des Bewusstseins. Die Natur- mächte, denen sich der Mensch ausgesetzt fühlte, wurden mit Geistern und Dämonen erklärt. Der dadurch entstandenen Angst versuchte man durch die Erfin- dung des Göttlichen eine Gnä- digstimmung entgegenzusetzen. Die Regeln des heiligen Benedikt haben das Bestreben, die Lehre zu vertiefen und die Unsicher- heiten zu beseitigen. So ist das „Motto“ ora et labora die Leitregel der Benediktiner geworden. Be- nedikt will Reinheit leben und in seinem Leben vom Seienden in das Sein, nach Heidegger, ge- hen. ■
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