Füssener Heimatzeitung Nr. 158

103 Füssener Heimatzeitung Nr. 158 vom Juni 2018  Wandbehang mit Hildegard von Bingen  Ruine des Klosters der Benediktiner von Disibodenberg, in dem Hildegard von Bingen ihre Profess ablegte und 1136 zur Magistra der versammelten Schülerinnen gewählt wurde tees, viel Schlaf, Ruhe und even- tuell sogar Wickel. Bei einer ganz- heitlichen Behandlung würde zu allen genannten Elementen noch die ganzheitliche Beschäftigung mit der Krankheit hinzukommen. Unterdrückte Aggressionen? Bei der ganzheitlichen Beschäf- tigung geht es darum, das ganze Umfeld, die ganzen inneren Vor- gänge mit einzubeziehen. Es wäre zum Beispiel interessant zu wis- sen, wie es Christian vor dem Beginn seiner Krankheit ging, ob es besondere Vorkommnisse in seinem Leben gab, die mit der Krankheit in Verbindung stehen könnten, ob es innere seelische Vorgänge, Ängste, Nöte oder un- ausgedrückte Gefühle gab. Ein ganzheitlicher Arzt würde sich zum Beispiel fragen: "Was zeigt uns das Symptom?" Bei Schnup- fen würden wir uns zum Beispiel fragen, von was Christian die Nase voll hat. Husten könnte ein Hinweis sein, dass Christian Ag- gressionen unterdrückt hat (je- mandem etwas husten). Für ganz- heitliche Mediziner ist eine Krank- heit nichts Negatives, das sofort bekämpft werden muss, sondern ein Versuch des Körpers zu ge- sunden. Wie man an diesem ein- fachen Beispiel bereits sehen kann, braucht es Zeit, für die Er- forschung der Hintergründe und für intensive Gespräche, die Zu- sammenhänge klären können. Genau diese Zeit nimmt sich Ju- dith März für Ihre Patienten. Scivias - Wisse die Wege Judith März' Praxisname bezieht sich auf mittelalterliches Wissen, alte Weisheit von Hildegard von Bingen. „Scivias – Wisse die Wege“ so hieß das erste Werk der Ordensfrau, deren Name noch heute für fundierte natürliche Kräuterheilkunde steht. Der Name hat also Geschichte und gleich- zeitig auch einen Bezug zu alter- nativer Medizin. Er impliziert, dass es nicht nur einen Weg zur Heilung gibt. Gleichzeitig vermit- telt der Name auch, dass es um ein tiefes Wissen geht, nicht etwa um die Beliebigkeit des Weges, wie dies in der heutigen Zeit in der Naturmedizin leider oft den Anschein hat. Judith März weiß die Wege und nimmt sich die Zeit, unsere Genesung ganzheit- lich und sorgfältig zu unterstüt- zen. ■

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