Füssener Heimatzeitung Nr. 157

122 Füssener Heimatzeitung Online-Vollversion Nr. 157 vom Juni 2018 Hardy und Richard Wagner Der Komponist Richard Wagner, entweder man hasst ihn, oder man liebt ihn, so heißt es. Die einen sehen in ihm den sächsischen Hochstapler, der viele Freundschaften verraten hat, etwa die zu seinem Gönner König Ludwig II. von Bayern. Die anderen sehen in ihm den genialen Tonkünstler, der die Oper in eine neue Dimension von Dramaturgie und Klang gehoben hat. Richard Wagner – genauso schillernd wie verschmäht. Widersprüche, die den Bogen seines Lebens weit spannen, so ausgereizt, dass dieser Bogen ständig brechen könn- te. Ein Bericht von Anna Grimm Stalker eines Themas Schon während Hardy Seer sei- nen Film über Hermann Hesse vollendete, gibt es ein neues gro- ßes Projekt für ihn: ein biogra- phischer Film über Richard Wag- ner. Hardy Seer ist es durch seine journalistische Tätigkeit gewohnt, genau zu recherchieren. Er heftet sich an die Fußsohlen seines Ge- genübers, wird zumStalker eines Themas, es begleitet ihn Tag und Nacht. Eine Trance, so lange, bis die Bilder klarer werden, die ers- ten Notizen zu Papier kommen, fassbar wird, was durch den Film dem Zuschauer vermittelt werden soll.  Die Richard-Wagner-Festspiele finden seit 1876 mit Unterbrechungen, seit 1951 alljährlich im eigens dafür vom Komponisten gemeinsam mit dem Architekten Otto Brückwald (1841–1917) geschaffenen Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth statt. Bildquelle: Fotolia likee68

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